Zeitgenössische Kunst trifft Sperling
Die außergewöhnliche Kunstausstellung vereint lokale Landschaftschronik mit moderner Interpretation. Im Zentrum stehen Werke des Malers Gerhard Sperling, denen aktuelle Arbeiten von Mitgliedern des Bramscher Vereins für Bildende Kunst e. V. – Karin Bormann, Klaus Feldkamp, Georg Geißler, Anne Grunge-Dirkers, Mechtildis Köder, Lydia Rega, Thomas Remme, Kerstin Wickel, Wilhelm Wiechern, Andrea Wilmers und Ingberta Wirth – in einem spannungsvollen Dialog gegenübergestellt werden.
Gerhard Sperling (1908–1975), der von 1925 bis 1932 an der renommierten Akademie der Bildenden Künste in Dresden studierte, fand nach den Wirren des Zweiten Weltkriegs in Bramsche eine neue Heimat. Seine Gemälde sind weit mehr als bloße Abbildungen: Mit sicherem Strich und feinem Gespür für Atmosphäre hielt er die Charakteristika des Osnabrücker Landes und insbesondere seiner Wahlheimat Bramsche fest.
Das Besondere an der Ausstellung ist die künstlerische Auseinandersetzung: Mitglieder des Bramscher Vereins für Bildende Kunst e. V. haben Motive aus Sperlings Werken sowie aus Bramsche aufgegriffen, reflektiert und in ihre eigene Formsprache übersetzt. Dabei nutzt die Gruppe ein breites Spektrum an Ausdrucksmitteln: Die künstlerische Annäherung reicht von Fotografie über Malerei und Druck bis hin zu Collage und Assemblage.
Die Ausstellung zeigt, wie sich der Blick auf die vertraute Umgebung im Lauf der Jahrzehnte gewandelt hat. Die Gegenüberstellung macht deutlich, dass Heimat und Landschaft Themen von zeitloser Relevanz sind, die jede Generation neu für sich entdecken muss.
Zu der Ausstellung ist ein Postkartensetz mit 14 Motiven aus der Ausstellung erschienen.
Das Set ist für 10,00 Euro an der Museumskasse erhältlich.
Mühlenort 6
49565 Bramsche
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